Peter Renz TEPPICH-KOMPETENZ

Veröffentlicht am 15. November 2018
KategorieDesign
StandortSchramberg

TEXTILE KUNST FÜR SAMMLER

DIE ERLESENE ORIENT-SAMMLUNG IM SCHWARZWALD VON PETER RENZ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peter Renz, öffentlich bestellter & vereidigter Sachverständiger für Orientteppiche IHK Schwarzwald Baar

Handwerkskunst und Perfektion haben im Süden von Deutschland vor allem im Schwarzwald, eine lange Tradition, Teppiche als Prestige- und Wertobjekte sowieso. Peter Renz seinerseits gilt als einer der angesehensten Experten in Deutschland, wenn es um wertvolle Teppiche speziell aus Persien geht. 

In den 1990ern galt der Orientteppich nicht mehr als angesagt. Die jungen Menschen erklärten den sogenannten Perser für altmodisch, der Käufernachwuchs brach weg. Der Handel reagierte darauf mit Rabatten und verramschte Teppiche auf Sonderverkaufsflächen in Kaufhäusern und bei Möbeldiscountern. Preisstürze dieser Art nagen bis heute am Image handgefertigter hochwertiger Teppiche aus dem Orient, ebenso wie die Konkurrenz billiger, maschinengefertigter Ware aus China der Türkei oder Indien, die die alten Orientmuster schlecht kopieren und deren knallige synthetische Farben die alten Muster verfälschen.

 In den sechziger und siebziger Jahren waren Teppiche aus dem Orient Statussymbole von hochwertiger Qualität. „Echt“ mussten sie sein und dem persönlichen Geschmack entsprechen. Sie wurden nicht nur eng aneinandergelegt, sondern häufig auch übereinander. Inzwischen sieht es so aus, als ändere sich das. Im Iran werden antike gut erhaltene Teppiche aus dem Ausland zurückgekauft, was auch daran liegt, dass dieses Handwerk im Orient langsam ausstirbt. Alte gut erhaltene Sammlerstücke sind rar und im Iran teurer als im Ausland. Neue Teppiche werden wenig produziert, auch aufgrund der politisch unsicheren Lage. 

Die ganz besondere Qualität der handversponnen Wolle und der reinen Pflanzenfarben führt dazu, das die Teppiche aus dem Iran so besonders wertvoll sind. Diese Qualität ist einmalig und kann nicht kopiert werden. Hinzu kommt, dass an großen antiken 100 Jahre alten Sarough-Teppichen mehrere Jahre gearbeitet wurde. Die wertvollen Teppiche werden heute wieder zu Preisen von über 30 000 Euro gehandelt und der Wert wird steigen, sofern diese Teppiche in perfektem Zustand sind. 

Peter Renz ist in der Situation, solche Teppiche anbieten zu können und das zu Preisen die einmalig sind, wie er sagt. Es klingt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht: Ein Dachbodenfund wird bei Christie‘s in London für über sieben Millionen Euro versteigert. Es handelte sich um einen sehr seltenen Vasenteppich aus dem iranischen Kerman. Das allein erklärt freilich nicht diese spektakulären Preissprünge. Was das Fieber solventer Sammler von seltenen Orientteppichen steigen ließ, war vielmehr die Provenienz des „Persers“. Der Teppich befand sich lange Zeit im Besitz der französischen Kunstmäzenin Comtesse de Béhague (1870-1939). 

Peter Renz, der über 40 Jahren nicht nur Händler war, sondern auch sein Leben lang leidenschaftlicher Sammler von ganz besonderen Teppichen ist, folgt seiner Leidenschaft heute ausschließlich. Dabei kommt ihm zugute, das er durch seinen ausgezeichneten Ruf, den der sich über die lange Zeit erarbeitet hat, regelmäßig von Sammlern gebeten wird, sich deren besonders wertvoller Stücke anzunehmen. „Viele sind nicht mehr übrig“, sagt Peter Renz und er fühle sich verantwortlich, dass diese wertvollen Stücke, die ihm die letzten Jahre anvertraut wurden, einen neuen Besitzer finden und Wertschätzung erfahren. Es nutzt nichts, wenn diese wunderbaren Teppiche eingelagert sind, man muss damit leben und sich daran erfreuen.

Seit 2018 präsentiert Peter Renz sein persönliches Konzept: Unter dem Namen COLLECTION PETER RENZ zeigt er im Majolika Firmenpark in Schramberg seine ganz persönlichen Teppichraritäten. Inszeniert mit speziellem Galeriecharakter können hier Raritäten nach Terminvereinbarung besichtigt und erworben werden. Neben Teppichen aus der persönlichen Sammlung von Peter Renz, werden Teppiche der MIRI-Collection, der Sammlung Engelhardt und der Nomadic-Collection, mit südpersischen Teppichen und seltenen Kelims präsentiert. In der dauerhaften Ausstellung konzentriert sich Peter Renz auf das Wesentliche. Mit seinen schönsten Stücken zeigt er eine exquisite Collection, in der sich mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung und intensive Zusammenarbeit mit den besten Knüpfern der Welt bündeln. Alle Teppiche sind authentische Exemplare aus den wichtigsten Knüpfgebieten des Orients — mit High-Class-Status, Echtheitsnachweis und Sachverständigen-Expertise, einzigartig, schön und oftmals sogar die letzten Vertreter ihrer Art.

Jedes dieser Unikate ist im wahrsten Sinne des Wortes seinen Preis wert — und trotzdem noch für jedermann zu erwerben.

Handgeknüpfte Teppiche liegen heute wieder voll im Trend. Es ist die Sehnsucht nach schönen Dingen mit Qualität und Charakter, mit denen wir uns umgeben wollen, um dauerhaft mit ihnen zu leben. Wenn sie gemeinsam mit uns älter werden, entwickeln sie langsam jene Patina, mit der sie uns immer vertrauter werden und ihre ganz besondere innere Schönheit entfalten.

PR-Text: Claudia Karrer BAUART

 

 

 

BAUART Ausgabe 2, Seite 86